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Rangieren ArtikelBuch-Tipp: Der plombierte Waggon. Lenins Weg aus dem Exil zur Macht Legende? Im März 1917 lebte Lenin als Führer einer kleinen extremistischen Partei in ärmlichen Verhältnissen in Zürich. Acht Monate später übernahm er die Herrschaft über 160 Millionen Menschen. Das Buch erzählt den Ablauf von diesen 34 unglaublichen Wochen, die in der russischen Oktoberrevolution gipfelten. Ohne den Zug mit seinem plombierten... Rangieren, abgeleitet von: Rang(ordnung), aus dem Französischen: ranger (aufstellen, einreihen), in dem Eisenbahnwesen ist das Umstellen einzelner Waggons oder ganzer Züge innerhalb eines Bahnhofes auf ein anderes Bahnhofsgleis oder ein Anschlussgleis des Bahnhofes beziehungsweise innerhalb einer Industrieanlage.
Die meisten Bahnhöfe besitzen hierfür wenigstens ein Stumpfgleis an einem Bahnhofskopf (Ausziehgleis),ins die zu rangierenden Waggons zu dem Umstellen in ein anderes Gleis aus dem Gleisfeld hinausgezogen werden können, ohne daß dafür ein Streckengleis benützt werden muß, was sonst den Zugverkehr behindern würde. Größere Bahnhöfe oder Anschlussbahnen haben außerdem eigene Rangierlokomotiven.
Es gibt drei Rangiermethoden:
- Verschieben: die Lokomotive bewegt die Waggons in dem Bahnhof hin und her,
- abstossen: der zu zerlegende Zug wird zusammengekuppeltins Ausziehgleis zurückgezogen, die zu rangierenden Waggons werden entkuppelt und mit dem verbleibenden zusammengekuppelten Zugteil so abgestossen, dass sie hierdurch ohne Lokomotiveins Bestimmungsgleis rollen;
- ablaufen lassen: die zu rangierenden Waggons werden an den erforderlichen Stellen entkuppelt und durch die Schwerkraft ohne Lokomotive selbsttätig ablaufen gelassen, wofür entweder ein Ablaufberg als Rangierhilfsmittel oder auch in manchen meistens älteren Bahnhöfen ein insgesamt geneigtes Ausziehgleis benützt wird.
Auch eine Überfuhr in ein außerhalb von Bahnhöfen gelegenes Anschlussgleis ist eine Rangierfahrt.
Zum Abbremsen der Waggons sind weitere Rangierhilfsmittel erforderlich, und zwar entweder bei einfachen Verhältnissen vom Rangierer auf die Gleise gelegte Hemmschuhe oder in modernen Rangierbahnhöfen Gleisbremsen in dem Anschluss an den Ablaufberg. Rangierfahrten werden (außer bei einfachsten Verhältnissen bei sehr kleinem Rangierbetrieb in kleinen Anschlüssen usw.) gegen Zusammenstöße durch spezielle Rangiersignale gesichert, deren Wirkungsbereich ca. den Bahnhof ohne die freie Strecke umfaßt.
Den umfangreichsten Rangierbetrieb weist der Wagenladungsverkehr (Eisenbahngüterverkehr mit in einem Zug vereinten einzelnen Waggons für verschiedene Transporte anstatt ganzen Zügen für ca. einen Transport) auf. Der Rangierbetrieb des Wagenladungsverkehrs ist bei den meisten größeren Eisenbahnbetrieben in speziellen Rangierbahnhöfen konzentriert, in denen in der Regel ein Ablaufberg benützt wird.
Da das Rangieren besonders infolge des Personalaufwandes kostenintensiv ist, wird der Rangierbetrieb von den heute zumeist privaten anstelle staatlichen und daher ausschließlich gewinnorientierten Bahnen durch fortlaufende Rationalisierung vermindert oder, wenn möglich, ganz eingestellt, indem man ca. mehr mit unverändert zusammenbleibenden Zugskompositionen oder Triebwagen fährt und andere bisher mit der Eisenbahn beförderte Transporte, bei denen das nicht möglich ist, auch bei großer Transportmenge ganz aufgibt und diese trotz höherer Leistungsfähigkeit, größerer Sicherheit und besserer Umweltverträglichkeit der Eisenbahn dem billigeren und daher wirtschaftlicheren Straßenverkehr überlässt.
Literatur:
- SCHÜNEMANN Dr. Rolf et al.: Rangierdienst A – Z. Berlin (Ost): transpress VEB Verlag für Verkehrswesen; 1° 1978, 2° 1980. (= transpress Taschen-Lexikon). (Ohne ISBN.)
- GRIMBERG Rudolf: Rangieren – eine Gemeinschaftsaufgabe. Heidelberg/Mainz: Eisenbahn-Fachverlag, 1981. (= DB Fachbuch, Band 4/20). (Ohne ISBN.)
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